AMTS-qualifizierte Apotheke

AMTS-qualifizierte Apotheken werden seit dem Start des Ausbildungsapothekenkonzepts im Oktober 2012 in Westfalen-Lippe ausgezeichnet. Die AMTS-Manager haben das Curriculum der Bundesapothekerkammer „Medikationsanalyse, Medikationsmanagement als Prozess“ absolviert, die AMTS-Seminare durchlaufen und Medikationsanalysen mit Patienten in der Apotheke durchgeführt.

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für den Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern.

Bei Arzneimittelsicherheit geht es nicht um die Sicherheit des Arzneimittels per se. Bei Arzneimitteltherapiesicherheit steht der Medikationsprozess im Vordergrund, von der Verschreibung bis zur Therapieüberwachung. Unter Experten ist es unstrittig, dass die Arzneimitteltherapie einen Hochrisikoprozess darstellt, mit verschiedenen Akteuren (Patient, Ärzte, Apotheke, Pflege), diversen Schnittstellen (z.B. Hausarzt - Apotheke) und komplexen Abläufen, die unter bestimmten Voraussetzungen zur Katastrophe führen können. Auch durch die Bundesregierung wurde die Thematik inzwischen aufgegriffen in Form des „Aktionsplans Arzneimitteltherapiesicherheit“.

Innerhalb des Medikationsprozesses stellt die öffentliche Apotheke eine Sicherheitsbarriere dar. Diese Barriere gilt es zu definieren, zu stärken und weiter auszubauen. Zur AMTS gehört auch ein konstruktiver Umgang mit Fehlern. Bei Fehlern sollte weniger das individuelle Versagen (Zuschieben des „Schwarzen Peter“) im Vordergrund stehen, sondern mehr die Optimierung des Prozesses. Fehler entstehen meist durch eine Aneinanderreihung mehrerer unsicherer Prozessschritte (Fehlerkette). (vgl. http://www.akwl.de/inhalt.php?id=657)